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Kind of Blue
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Miles Davis
Besetzung:
Miles Davis (trumpet)
Julian “Cannonball” Adderley (alto sax)
John Coltrane (tenor sax)
Wynton Kelly (piano)
Bill Evans (piano)
Paul Chambers (bass)
Jimmy Cobb (drums)
Aufnahme:
02.03. + 22.04.1959 in New York
Titel:
So what
Freddie Freeloader
Blue in green
All blues
Flamenco sketches
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Meine Liebe zu diesem Album, das ich als eines der schönsten in der ganzen Geschichte des Jazz sehe, ist genau in jenem Augenblick um das zehnfache angestiegen, als ich die Kritik eines hohlphrasendreschenden preudointellektuellen Tip-Top- Möchtegernkritikers in der sog. Jazz-Zeitung JazzThing gelesen habe, der sich da in seiner Dummheit, für welche er wahr- scheinlich nichts kann, in seinen wahllos zusammengeblähten Ergusssätzen gefragt hat, warum eben jene Platte denn so hoch- gelobt werde, da sie doch so einfach und schlecht sei. Dieses unnötige Wortgerammel hat mir lediglich gezeigt, dass ich doch auf der richtigen Seite bin, wenn ich weiterhin einmal die Woche diese Platte auflege und den Groschenroman JazzThing nicht mehr kaufe. (Eine Blue-Note-CD kostet im Rudy-Van-Gelder-Re- master derzeit sowieso weniger und ich habe mehr davon.) Dieser hippe Mainstream-Heinz hat Miles Davis und John Coltrane und eine der besten Besetzungen der Jazzgeschichte einfach so herbeleidigt! Und das darf er wohl in seiner Yuppie- Riege, denn der Scheißdreck wurde ja schließlich gedruckt. Egal. Kind of Blue wird für mich immer der leiseste und zarteste Eingang in die Jazzmusik sein. Eine Musik, die sich irgenwann in die wuchtigste und treibendste Stille verwandelt, um dann in ein immerwährendes Gebet über- zugehen - frei von Aggression und dann ganz weit oben in die Himmel hinaufklingend. Vielleicht ist es auch Coltranes unglaublich schönes Saxophon- Solo in Flamenco Sketches - eine gespielte Blüte, die erwacht. Über diese Platte hat Ashley Kahn ein fast 300-seitiges Buch geschrieben. Warum wohl? Weil ihm die Langeweile zusetzte?
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